Erfolgs-Duo: Gutschein trifft Werbeartikel

Werbeartikel, Streuartikel, Give Aways und, wenn es ein bisschen wertiger klingen soll, Werbegeschenke. Vielleicht gibt es noch weitere Namen und Begriffe für diese Form der Werbung. Diese gibt es schon reichlich, auch wenn Idee und Zweck dafür grundsätzlich gleich sind: Kontakt – Kommunikation – Kundensteuerung – Kundenpflege – Image!

Das Angebot für diese Werbeform ist schier unerschöpflich: Mützen und Kappen, Kaffeebecher, Kugelschreiber, Zettelboxen, Einkaufs-Chips, Feuerzeuge, Luftballons, …. T-Shirt, Tragetaschen, Geschirr- oder Frottiertücher,…. bedruckt, bestickt, mit Label oder Anhänger. Werbemittel gibt es seit langem in allen Industriezweigen und in jeder Branche. Man findet sie überall – an jeder Ecke. Warum eigentlich? Wurde und wird doch die Qualität dieser Artikel, aber auch die Werbewirkung dieser Form des Marketings immer wieder kontrovers diskutiert und teilweise auch scharf kritisiert.

Werbung: Kein Reiz mit Geiz!

Die Werbemittelbranche hat inzwischen aus ursprünglichen Fehlern und Produktmängeln bei Importen aus Fernost längst die richtigen Lehren und Schlüsse gezogen. Umgekehrt haben sich die südostasiatischen Anbieter auf die europäischen Qualitätsstandards und -normen einstellen müssen. Wurde früher das Werbemittel als Synonym für die „low budget“ und Billigversion des Marketings betrachtet, so hat sich hier ein spürbarer Wandel vollzogen. Kein Reiz mit Geiz!

Schlechte Qualität und Ausführung haben inzwischen keine oder eine zeitlich nur sehr befristete Existenzberechtigung im Markt. Wer glaubt mit Minderqualitäten bei Werbemitteln dauerhaft (einen guten verkaufsfördernden!) Eindruck bei Kunden oder solchen, die es werden sollen, machen zu können, der irrt. Was nichts kostet, ist nichts wert!

Fun & Entertainment oder Werbewirkung?

Aber was bewirkt ein qualitativ ordentliches Werbegeschenk für Kunden? Meine persönliche Zitate-Sammlung zur Einschätzung von sogenannten „Give-Aways“ reicht von „Das Geld sehen wir nie wieder!“ bis zu „Das ist öffentliche Geldverbrennung!“. Anders ausgedrückt: Eine Investition ohne Wirkung, also ohne Nutzen. Ist das tatsächlich so? Oder sind das pauschale Abwehrargumente, um den Einsatz der Werbegelder auf andere Faktoren im Kommunikations-Mix zu legen. Wie und wo platziere ich meine Botschaften und treffe meine Zielgruppen am wirkungsvollsten? Wo investiert man am effektivsten zur Erreichung der werblichen Ziele? Klassisch in Funk, TV, Tageszeitung, Printmedien, Plakat, u.ä. oder in Internet-Maßnahmen wie Adwords, Banner, SEO, SEA, etc.?

Die Wirkung von Werbemitteln wird heute vielfach verkannt. Laut verschiedener Studien ist die Erinnerungsquote von Werbemitteln mit 95% auch in den letzten Jahren gleichbleibend auf hohem Niveau geblieben. Knapp jeder zweite haptische Werbeträger ist länger als ein Jahr im Gebrauch. Damit führen die Werbemittel vor allen anderen Medien. Eine insgesamt hohe Reichweite von 80% sowie ausgezeichnete Recall-Werte auf vergleichbarem Level sprechen für die Erinnerung, die solche Artikel an das werbende Unternehmen auslösen. Grundsätzliche Fehlinvestition? – weit gefehlt! Nähere Informationen unter http://gww.de/wp-content/uploads/Werbewirkung_von_Werbeartikel_2014.pdf

Balance zwischen Polaritäten schaffenfly-756790_1280

Polaritäten, das Verhältnis von sich gegenseitig bedingenden Größen, bestimmen Politik, Wirtschaft und profilieren viele andere Lebensbereiche. Die globale und digitale Herausforderung liegt darin, diese „entweder – oder“ in „sowohl – als – auch“-Verhältnisse umzugestalten und eine neue Balance zwischen den Polen zu schaffen.

Trend und Gegentrend

Der Trend zu Internet und Digitalisierung ist unaufhaltsam. Der Gesetzmäßigkeit der Polarität folgend, bedingt jeder Trend immer auch einen Gegentrend! Der virtuellen, IT-getriebenen Welt wird somit eine reale, greifbare und bodenständige Welt, in der die persönliche Begegnung mit Mensch und Sache eine Rolle spielt, gegenübergestellt bleiben. Online-Shopping in Koexistenz zum stationären Handel. Die Gewichte zwischen beiden Bereichen haben sich in den letzten Jahren verschoben, aber eine vollständige Verdrängung des einen durch den anderen Bereich scheint ausgeschlossen.

system-825314_1280Digitale und stationäre Verkaufs-Punkte

Fakt ist damit, dass der sogenannte Point-of-Sale (POS) oder Point-of-Purchase (POP) mit den Ladengeschäften den Kunden die Begegnung mit dem Realen und Physischen bietet. Die Ladengeschäfte bleiben der Gegenentwurf zur digitalen und virtuellen Welt – mit klassischer Verkaufsförderung, Promotion und Werbemitteln. Der Verkaufspunkt, da wo Anfassen das Erlebnis ist, ist aus der Konsumwelt auch künftig nicht wegzudenken. Er wird mit seinen wahrhaften und lebendigen Eigenschaften unverzichtbar bleiben. Der digitale Marktplatz kann den stationären Marktplatz nicht gänzlich verdrängen. Punkt!

Die Kraft der Mitte

Aufgabe wird es künftig sein, scheinbare unüberbrückbare Gegensätze noch geschickter als bisher aufzulösen, zu verbinden und zu gestalten: digital und analog, virtuell und stationär,….Um Übergänge zu erreichen, werden sogenannte Zwitter-Lösungen geschaffen werden. Daraus können allerdings auch ganz neue Lösungen entstehen. Innovationen werden vermutlich stärker in der Mitte „geboren“, in den Nahtstellen der Pole, als an den Polen selbst. Dies gilt nicht nur für die Produktneuheiten, sondern für alle Marketing- und verkaufsfördernden Werbemaßnahmen (insbesondere am POS, im Einzelhandel und an der Kasse) die dahingehend sorgfältig zu überprüfen, zu konfigurieren, zu dosieren und bedarfsgerecht zu justieren sind. Die Wahrheit scheint – wie so oft – auch hier in der Mitte zu liegen.

Geschenkgutschein trifft…. Werbemittel

Gutscheine sind heute allseits beliebt. Sie haben sich seit Jahren durchgesetzt und erleichtern das Schenken. Was wäre Weihnachten ohne Geschenke? Kaum auszudenken. Auch Gutscheine gehören inzwischen zu den festlichen Ritualen am Weihnachtsbaum. Gutscheine bieten für alle Beteiligten Vorteile: für den Schenkenden wie für den Beschenkten, für alle Dienstleistungen, Handel, Handwerk und Industrie. Wie alles in dem Konzert der Vermarktung braucht auch das Gutscheinmarketing immer wieder neue Impulse – über Farbe und Design der Gutscheinkarten hinaus.

Gutscheine sind im eigentlichen Sinne Ersatz für Produkte und Dienstleistungen. Sie haben eine Stellvertreterfunktion mit symbolischem Charakter. Aber sie transportieren auch Botschaften und kommunizieren zwischen den Beteiligten. Gutscheine steuern und führen; binden und finden neue Kunden. Sind Geschenkgutscheine per se nun ein Produkt oder eher ein Werbeartikel? Die Frage ist nicht eindeutig zu beantworten, da eine klare Zuordnung nicht möglich erscheint. Ist vielleicht auch nicht zielführend.

Hybrid-Lösungen für Vielfach-Nutzen

Nutzen, Nutzen, Nutzen! Viele Produkte aus den unterschiedlichsten Marktbereichen werden heute mit mehreren Nutzen angeboten: „2 in 1“, „3 in 1“, etc. Je mehr Nutzen desto besser! Mehr Nutzen für denselben oder sogar einen geringeren Preis, so lautet die Forderung der Verbraucher.

Integrierte Mehrnutzen, Produkt-Zwittrigkeit und Hybrid-Lösungen werden künftig noch stärker nachgefragt werden. Markt- und Technologieübergänge, Vereinfachung des Konsums, Praktikabilität und Convenience begründen diese Entwicklungen. werden Dabei gilt es, Angebotslücken mit besonderen Anforderungen auf allen Ebenen rechtzeitig zu füllen und Potenziale zu nutzen. Dies gilt auch für die Werbemittel.

Gutschein und (Werbe-)Geschenkschleife Kopie

Werbeartikel sind und bleiben unverzichtbar. Es ist nicht die Frage des „ob“, sondern die des „wie“, die über die Bedeutung, die Wirkung und den Nutzen des Werbemittels entscheiden. Es kommt auch nicht mehr darauf an, den Gutschein als Produkt oder Werbemittel trennscharf zu kategorisieren. Vielmehr gilt es, den Gutschein und den Werbeartikel in einer bipolaren Welt zwischen Schwarz und Weiß wieder neu zu erfinden. Werbe- und Messegeschenke für Kunden müssen immer wieder originell und verkaufsfördernd erfunden werden. Und das geht am besten, wenn beides kreativ kombiniert wird. Denn: Attraktive, persönliche Gutscheine verkaufen sich als (Werbe-) Geschenk nicht nur besser, sondern treffen auch Bedürfnisse, Bedarf und Geschmack von Schenkendem und Beschenkten. So soll es doch sein!

2017-12-11T18:31:50+00:00

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